HOMAGE AN DEN BAYERISCHEN WALD.

Seit mehr als 15 Jahren existiert unsere Praxis in Deggendorf, dem „Tor zum bayerischen Wald“. Zur Thematik unseres gemeinsamen Lebensraumes haben die Künstler Manche, Haller und Roucka sich Gedanken gemacht. So sind in den ausgestellten Kunstwerken die Elemente unserer Lebensregion „verarbeitet“:

Wasser
Die Donau als „Lebensader“ Europas durchzieht unser Gebiet und wurde als sprudelnde Quelle von dem holländischen Künstler Marcel Manche, der im Lallinger Winkel lebt, im Brunnen des Wartezimmers thematisiert.

Stein
Granit ist die tragende Säule des bayerischen Waldes und ebenfalls in Verbindung mit dem Wasserthema
und in kubischen Granitblöcken von Manche künstlerisch gestaltet.

Holz
Holzbildhauer Max Haller, der auf dem Singerhof zwischen Plattling und Deggendorf wirkte,  hat das Thema Wald innerhalb seiner Installation umgesetzt:
So schwebt sein „Luftboot“ scheinbar schwerelos vor dem aus Holzbrettern stilisierten Wald.

Nachbarschaft
Tschechien war immer schon direkte Grenzregion zum bayerischen Wald. Seit dem Fall des eisernen Vorhangs ist diese Nachbarschaft uneingeschränkt erlebbar.
Mit seinen Bildern zur Oper „Rusalka“ von Antonín Dvořák hat der tschechische Künstler Pavel Roucka das Thema der Meerjungfrau aufgenommen und in diesem Kontext wiederum das Thema Wasser aufgegriffen.

PRAXIS DAUERAUSSTELLUNG.


Marcel Manche 
*1952 Arnhem/ NL, www.marcelmanche.de
Von Jugend an Mitarbeit in der väterlichen Werkstatt. Individuelle Weiterentwicklung bei diversen Künstlern. Ab 1972 freiberuflich tätig als Bildhauer und Maler. Seit 1990 niedergelassen in Padling.  Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Diverse Ankäufe durch öffentliche Einrichtungen und Privatpersonen (NL ,A, USA, D & Australien). Marcel Manche betrachtet sich selbst als Autodidakt und verfolgt kontinuierlich die sich selbst gestellte Aufgabe: Von früheren, noch an realistischen Formen angelehnten Werken, spannt er heute den Bogen zur abstrakten Darstellungsweise. Die Umsetzung erfolgt sowohl mit traditionellen, jedoch zunehmend modernen Arbeitstechniken. Bronze, Eisen, Edelstahl und Bein sind seine bevorzugten Materialien.

Pavel Roucka *1942, Prag/ CZ
Pavel Roucka zählt zu den erfolgreichsten tschechischen Malern und Grafikern der Gegenwart. In seinem Werk spielen die Auseinandersetzung mit Literatur sowie die wechselseitige Beeinflussung von Lithographie, Zeichnung, Collage und Malerei eine große Rolle. Seine ständige Aufmerksamkeit gilt der Figur – dem Menschen und seinen existentiellen Fragen. Sein Engagement als Grenzgänger und europäischer Botschafter für Kunst und Verständigung brachte Pavel Roucka die Ernennung zum „Chevalier“ durch die französische Regierung.Pavel Roucka lebt in Prag sowie in Desná im Isergebirge in Nordböhmen. (Quelle: Bild-Werk Frauenau, Sommerakademie)

Max Haller  † 1955-2015, Plattling
1980-1982 Holzbildhauerlehre
1983-1987 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Bildhauerei seit 1988 freischaffender Bildhauer auf dem historischen Singerhof
Künstler-Stipendium am Ziegel- und Kalkmuseum Flintsbach
Kulturförderpreis Ostbayern OBAG

Arbeitsgebiete: Bildhauerei, Objektkunst

Marion Steger *1964, Straubing
Ausbildung zur Schriftenmalerin
Hauswirtschaftlerin, Bürokauffrau
seit 1990 Malerin
seit 2000 Holzbildhauerin

Klaus Neuper † 1949 – 2007, Leinburg, www.klaus-neuper.de
1967-70 Schüler bei Georg Weidenbacher
1970-74 Studium an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg und München
1974-76 Studium der Kunstgeschichte in Berlin
1970 Gründungsmitglied des OFF-Kollektivs in Nürnberg
1980 Mitglied der Künstlergruppe ZEICHEN
1990 Gründung der Künstlergruppe VIERTER FALL
Vertreten in: House of Modern Art, Boston